- Kategorie: Aktuelles
Orchesterprobe mit versiertem Kritiker:
The Muppet Theme:
Da riss es selbst Kermit vom Hocker

Zeig mir dein Kuscheltier und ich sage dir wer du bist: Dirigent Stephan Weidenbrück hatte ihn extra aus der Mottenkiste ausgegraben, um ihn mit zur Orchesterprobe in die Mehrzweckhalle Müllekoven zu bringen und sein fachmännisches Urteil über das neu ins Repertoire aufgenommene Stück "The Muppet Theme" zu hören: Kermit der Frosch weiß schließlich am Besten, wie die Erkennungsmelodie klingen muss — und er hat das, was wohl außer seinem taktstockschwingenden Eigentümer nur wenige haben: das absolute Gehör. Und so waren nicht nur der Dirigent, sondern auch die Akkordeonspieler gespannt auf seine Kritik.
Kaum waren die ersten Takte erklungen, da haute es die grüne Handpuppe mit der markanten Stimme vom Hocker, beziehungsweise vom Koffer des Dirigenten, auf den dieser ihn platziert hatte. Nicht ganz klar war allerdings, ob Begeisterung über das Dargebotene die Ursache für Kermits (Ab-)Sturz war oder ob es ihn zu sehr geschüttelt hat. Auf jeden Fall hatte es dem Frosch erst mal die Stimme verschlagen – und das will bei Kermit schon was heißen.
Also Versuch Nummer zwei: Diesmal schlug sich das Frotteemonster die Hände (oder wie heißen die Pfoten bei Fröschen?) vor's Gesicht. Die Deutung dieser Geste fiel unterschiedlich aus: Während der Dirigent Stein und Bein schwor, dass sich darin ein Ausdruck des Entsetzens widerspiegele, waren die Akkordeonisten der Auffassung, dass Frösche auf diese Art ihre Begeisterung zeigen.
Erst bei Versuch Nummer drei waren alle – Kermit eingeschlossen – zufrieden, oder – wie Stephan Weidenbrück es ausdrückte – "Das kriegen wir bis zum Auftritt hin!"
Na denn!
(Foto: sw / Text: hbo)

"Ich war zum ersten Mal bei einem Akkordeonkonzert, weil Rita eine Bekannte, die mitgespielt hat, mich eingeladen hat", sprudelte es aus einer Zuhörerin heraus, kaum dass der letzte Akkord des Frühlingskonzerts verklungen war, und versicherte "Das hat mir so gut gefallen, dass ich beim Herbstkonzert auf jeden Fall auch wieder dabei bin. Das müsste das Fernsehen mal zeigen und nicht den Quatsch, der normalerweise abends gesendet wird!" Bei aller Begeisterung, die der Auftritt des Akkordeonorchesters Müllekoven bei den Zuhörern im ausverkauften Siegburger Stadtmuseum hervorrief: Aus der Sache mit dem Fernsehen wird wohl nichts. Bei den "Freien" im Nachtprogramm zwischen eindeutig zweideutigen Werbeblöcken aufzuspielen passt nicht unbedingt zum Image des AOM. Und auch mit den Öffentlich-Rechtlichen wird es wohl kaum einen Deal geben: Die ARD hat sich einem Sparzwang unterworfen und die Mainzelmännchen halten es inhaltlich mehr mit "Humba-Humba-Täterä", was wiederum nicht zum Repertoire der Spielerschar von Dirigent Stephan Weidenbrück passt. 
Natürlich ist die Seite noch sehr unvollständig - aber das wird sich in nächster Zeit noch ändern. Insbesonder sollen Fotos, die Emotionen wecken, die Seite prägen. Da ist auf der Startseite noch einiges im Argen. Auch die Vorstellung der Orchestermitglieder sollte m.E. etwas mehr beinhalten als nur ein Foto und den Vornamen. Vielleicht hat ja der eine oder andere Interesse, sich in das Projekt einzubinden und auch Artikel oder Termine auf die Seite zu stellen. Dazu ist allerdings eine ca. zweistündige Einweisung erforderlich.